"Schreibe mir einen Blogbeitrag zum Thema XY"
Hand aufs Herz: Hast du das auch schon mal so in ChatGPT eingetippt? Ich gebe zu: Meine ersten Versuche sahen genau so aus. Und das Ergebnis? Naja. Mittelmäßig. Austauschbar. Langweilig. Ich war enttäuscht. "Ist das diese KI-Revolution, von der alle reden?", dachte ich. Aber dann fiel mir eine Parallele zu meiner Zeit als Führungskraft auf.
Was Prompting mit Mitarbeiterführung zu tun hat
Ich musste damals erst schmerzhaft lernen, wie wichtig präzise Kommunikation ist. Wenn ich einem Mitarbeiter eine vage Aufgabe ("Mach mal was zum Thema Marketing") gab, kam vages Zeug zurück. War das die Schuld des Mitarbeiters? Nein. Es war meine. Ich hatte nicht kommuniziert, was ich erwarte, was das Ziel ist, wen wir ansprechen wollen.
Bei KI ist es exakt dasselbe. Schlechtes Briefing = Schlechtes Ergebnis.
Wie ich heute prompte (und es funktioniert!)
Seit ich meine "Führungserfahrung" auf ChatGPT übertrage, sind die Ergebnisse um Welten besser. Stell dir vor, die KI ist dein motivierter, aber ahnungsloser neuer Praktikant. Er braucht Kontext.
Hier ist mein Rezept für Prompts, die wirklich funktionieren:
1. Gib der KI eine Rolle
Sag nicht einfach "Schreib einen Text". Sag: "Du bist ein erfahrener Marketing-Experte für kleine Handwerksbetriebe. Dein Tonfall ist herzlich, direkt und auf Augenhöhe." Merkst du den Unterschied? Die KI weiß jetzt, wie sie schreiben soll.
2. Der Kontext ist König
Wer liest das? Was ist das Ziel? "Ich brauche einen Text für unsere 'Über Uns'-Seite. Zielgruppe sind junge Familien. Wir wollen vermitteln, dass wir nicht nur Dienstleister sind, sondern echte Partner."
3. Sei spezifisch beim Format
"Keine langen Textwüsten. Nutze kurze Absätze, Zwischenüberschriften und eine Aufzählung am Ende."
Ein kleiner Test für dich
Probier es mal aus. Nimm eine Aufgabe, die du ChatGPT schon mal gestellt hast, und formuliere sie nach diesem Muster neu: Rolle + Kontext + Ziel + Format.
Du wirst überrascht sein. Plötzlich kommen Antworten, mit denen du wirklich arbeiten kannst. Und falls nicht? Dann iteriere. Sag der KI genau, was dir nicht gefällt ("Das klingt zu werblich", "Mach es persönlicher"). Wie bei einem Mitarbeitergespräch.
Prompting ist kein Hexenwerk. Es ist Kommunikation. Und gute Kommunikation kann man lernen. Hast du Lust, das für dein Team richtig aufzusetzen? Wir bauen gerade eine Prompting-Bibliothek für Unternehmen auf. Sprich mich gerne an!
